Deutschland ist nicht Bautzen.

Erneut tingelt eine Schlagzeile durch die Medien. Wieder geht es um die Flüchtlinge. Diesmal in Bautzen. Dabei ist mir – gerade in diesem speziellen Fall – total egal, wer anfing.

Angeblich zogen mehrere Jugendliche Asylbewerber streitlustig durch die Stadt und stießen im Stadtzentrum von Bautzen auf die gewünschte Gegenliebe. Das Kräfteverhältnis von 80 Bürgern zu 20 Flüchtlingen lasse ich hier unerwähnt, jeder weiß, Flüchtlinge sind viel gefährlicher als andere Menschen. Da braucht es eine deutliche Mehrheit. Ist klar, oder?

Nur mit Mühe konnte die Polizei eine Massenschlägerei verhindern und es blieb bei verbalen Attacken in Richtung der jeweiligen Gegenseite. Und wenn niemand an die Flüchtlinge ran kommt, muss ein Pressevertreter dran glauben. Was will der hier? Als ob es hier Wichtiges zu berichten gibt! Blöd, dass im Falle der Aggressionen gegen den Pressevertreter die Gewalt von den Bautzener Bürgern ausging. Achso, klar, ich verstehe. Dies geschah, weil die Flüchtlinge mit ihrem Verhalten diese harmlosen Bürger erst aggressiv machten.

Was macht die Politik? Ausgangssperre. Die Polizei sichert das Flüchtlingsheim und ab 19 Uhr gilt eine Ausgangssperre für dessen Bewohner. „Gut!“ dröhnt es gedanklich durch die Köpfe der Bautzener Unschuldbürger und die Bautzener Straßen „Endlich ist Ruhe“ mag der ein oder andere sich gedacht haben. Doch Pusteblume!

Was ein Flüchtling kann, schaffen wir auch. So dachten scheinbar die linken Unschuldbürger und marschierten in einer schieren Übermacht von 25 Personen durch die Stadt. Auch sie trafen auf (dieselben?) unschuldigen und harmlosen Einwohner. Wieder kam es durch den Einsatz der Polizei nicht zu weiteren Ausschreitungen.

Was macht die Politik? Ausgangssperre geht nicht. Unser Land darf seine Bürger nicht wegsperren. Bei Flüchtlinge ist das anders. Scheinbar. Demnach öffnet die zuständige Regierung die Lösungsbüchse und verstärkt die Polizeipräsenz im Stadtgebiet.

Es ist eine Frage der Zeit, bis die Konflikte an anderer Stelle und somit außerhalb des Stadtgebietes neu aufflammen. Vielleicht fühlt sich der gemeine Bürger durch zu viel Polizei eingeschüchtert. Eventuell lassen sich Flüchtlinge nicht dauerhaft wegsperren. Ich schlage vor, die Rechten, die Linken, die Flüchtlinge und die unschuldigen Bürger gehen gemeinsam gegen den Polizeistaat auf die Straße Leute, ehrlich, schneller findet ihr kein gemeinsames Ziel mehr!

Ihr stellt nicht fest, dass jeder von Euch, der mit diesem scheiß Ärger anfängt, ebenso hohl in der Birne ist wie der Andere. Ihr solltet eure Zeit lieber zu Hause verbringen. Setzt euch in eure Vorgärten, eure Wohnzimmer oder in Eure Keller. Lasst das bekloppte Hartz-4-Fernsehen aus, sauft drei Dosen Bier weniger und denkt über euer Leben nach. Ich habe ernsthaft die Hoffnung, dass bei einigen die Lampe noch nicht aus ist. Und, dass ihr andere Wege erkennt, als euch auf der Straße anzupöbeln, mit Steinen und Flaschen zu beschmeißen oder mit Knüppeln aufeinander loszugehen.

Ihr unterscheidet euch kein bisschen von anderen Krawallmachern, – egal welche Nationalität sie haben. Ihr „harmlosen“ Einwohner seid nicht besser und nicht schlechter als jeder randalierende, streitsüchtige Flüchtling. Und ihr Flüchtlinge, die ihr ebenso streitlustig durch das Land zieht, welches ihr als Zufluchtsort auserkoren habt, ihr seid nicht besser als die „harmlosen“ Bürger.

Anstatt euch gegenseitig Hass und Verachtung zu schenken, solltet ihr es mit Offenheit und Zuversicht versuchen. Übrigens, die „Deutschen“, die das schaffen, sind und bleiben in der Überzahl. Ein Hoch auf unser buntes Land!

Deutschland ist nicht Bautzen.

verstehen

Ich sehe, dass es Dir nicht gut geht.
Du blockst jede Frage ab, aus Angst verletzt zu werden.
Seelischer Nähe entziehst Du Dich.
Du verbirgst Dich, wie hinter einem schmiedeeisernen Riegel.
Du sprichst mit mir. Doch Deine Worte sagen etwas anderes als Deine Augen.

Ich höre Dich, aber das genügt mir nicht.
Ich möchte Dich verstehen.
Dir in die Seele blicken.
Deine Nähe spüren, – nicht nur körperlich.

Was stört Deinen inneren Frieden?
Was macht Dich so unzufrieden?

Bin ich es?
Stehe ich Dir im Weg?

Vielleicht liebst Du mich nicht mehr.
Vielleicht reifte unser ehemals gemeinsames Ziel, zu zwei Individuellen.

Gibt es eine Lösung für die unausgesprochenen Probleme zwischen uns?
Sind wir selbst das Problem? Du? Ich?

Hilf mir, Dich zu verstehen!

Wenn ich Dir helfen kann, indem ich dem Weg aus Deinem Leben folge, so bin ich bereit dazu.
Dein Glück steht über meinem Ziel und ein Lächeln von Dir entschädigt für jeden Schmerz, den es zu ertragen gilt.

Ich möchte das Leuchten in Deinen Augen sehen, welches ich schon viel zu lange vermisse.

verstehen

Demokratie auf dem Kriegspfad

Wie gehen wir mit einem demokratischen Land um, welches scheinbar näher an einer präsidialen Diktatur als an einer Demokratie zu sein scheint. Diese Frage beschäftigt die Politiker aus den deutschen Parteispitzen, der EU und der NATO.

Was derzeit in der Türkei geschieht, spaltet die Nationen. Unmittelbar nach den ersten Berichten über den Militärputsch formierten sich zwei gegensätzliche, gesellschaftliche Meinungen. Da gibt es die Befürworter der Putschisten, die seit Jahren einen Machtwechsel in der Türkei fordern und jetzt ihre Stunde gekommen sehen. Und es gibt die Anhänger Erdogans, die den Sturz ihres Staatspräsidenten um jeden Preis verhindert sehen wollen.

Parolen verbreiten sich im Sekundentakt und mit unsagbarer schnell in den sozialen Medien, den Blogs und den Newstickern. Ihrem Anschein nach, sind die Unterstützer der Putschisten in deutlicher Überzahl. Auch Tage nach dem Putschversuch ist es verpönt, sich loyal zur Amtsinhaberschaft Erdogans zu äußern. Doch warum? Als Demokrat bleibt einem keine Wahl zu einer anderen Sichtweise. Der überwiegende Teil des türkischen Volkes wählte Erdogan in einer demokratischen Wahl ins Amt.

Dass Herr Erdogan die jetzige Situation nutzt und Regierungskritiker ihres Amtes enthebt, ist naheliegend, kritikwürdig und in weitem Maße undemokratisch. Dass sich Deutschland, EU und NATO abhängig von der Türkei machten und Herr Erdogan dies zu nutzen weiß, ist unbestritten. Doch zu derartigen Abkommen gehören zwei.

Ich heiße nicht gut, was dort passierte und heute noch geschieht. Die türkischen Machthaber hatte eine einmalige Chance, der Welt ihre demokratische Ideologie zu demonstrieren. Gezeigt hat sie Macht, Intoleranz und das Unvermögen Kritik zu ertragen. Herr Erdogan wirft Visafreiheiten und diplomatische Regierungsabkommen in die Waagschale und versucht diese mit präsidialer Propaganda und politischer Einflussnahme auf die Medien aufzuwiegen. Oberstes Ziel ist es, Kritik zu unterbinden. Das kann auf Dauer nicht funktionieren.

Doch der EU und den NATO-Bündnispartnern bleibt nichts als kritisch, wachsam und ermahnend in Richtung der Türkei zu blicken. Die Angst vor dem Aufflammen, der durch das Mitwirken der Türkei gelösten Probleme, lähmt die westlichen Akteure dieses schauderhaften Spektakels. So unterstützt beispielsweise die Bundesregierung den Kampf gegen den IS mit Soldaten und lässt sich von der Türkei ein Besuchsverbot auferlegen. Das NATO-Bündnis kommt seinen vertraglich festgeschriebenen Aufgaben nach und übrig bleibt der Eindruck, den Ton der Musik gibt einzig ein Land an.

Wer jetzt noch über einen EU-Beitritt der Türkei verhandelt, schreibt einseitige Zugeständnisse. Allein das Diskutieren über eine Rückkehr zur Todesstrafe muss aufhorchen lassen und nachdenklich stimmen. Derartige Gesprächspartner gehören nicht an einen Verhandlungstisch, wo es um wirtschaftliche und demokratische Interessen und Partnerschaften geht.

Ungeachtet jeglicher westlichen Kritik wird Herr Erdogan sein Regierungslager aufräumen. Das Machtgefüge zentralisiert sich zunehmend und Kritik im eigenen Land verstummt langsam. Mit Spannung erwarten wir die Reaktion der türkischen Führerschaft, wenn Griechenland den Asylanträgen der geflohenen Putschisten stattgibt. Der Plan zum Handeln liegt mit Sicherheit in einer Schublade Erdogans.

Aber nochmal, das eigene Volk wählte dieses Regime. Der Großteil des türkischen Volkes hat sich, trotz aller vorherigen Erkenntnisse, für ihren Staatspräsidenten entschieden. Der einzige und wirkungsvolle ausländische Einfluss besteht darin, die Abhängigkeiten von der Türkei zu verringern. Herr Erdogan wird in Folge dessen nicht umdenken, aber zumindest kann der Westen folgerichtig den diplomatischen Weg bis zum Ende gehen. Das Androhen von Sanktionen würde derzeit ausschließlich die Schlinge um den Hals der EU zuziehen.

Demokratie auf dem Kriegspfad

Aus. Ende. Vorbei.

Seit vielen Jahren fütterte ich auf verschiedenen Kanälen das Internet, – ein anderes Internet als heute. Am 16. Juli diesen Jahres schrieb ich Geschichte. Meine eigene. Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich, meine Social Media Accounts zu löschen.

Aus.
Ende.
Vorbei.

Lebe wohl Facebook!
Mach’s gut Twitter!
Servus Google Plus!

Die Social Media Kanäle fraßen zunehmend mehr Zeit und auch die Kultur auf den Plattformen hat sich verändert. Meiner Meinung nach leider zum Negativen. So musste ich unlängst beobachten, wie Aggressivität, Beschimpfungen und intolerantes Verhalten die Timelines und Kommentarbereiche füllten. Das war nicht mehr das Facebook, das Google+ und das Twitter, was ich kennen und lieben lernte. Ich konnte und wollte mich nicht damit anfreunden.

Ich spreche hier nicht von den wenigen Menschen meiner Freundeslisten. Diese hatte ich stets nach Prüfung und bewusster Entscheidung erweitert. Oftmals auch verkleinert. Nun schloß ich Sie endgültig.

Meine Blogs, die Wolf Maahn | Sammler-(Fan)-Page und dieser hier bleiben weiterhin bestehen. Nur eben ohne eine Plattform in den Sozialen Medien. Ich denke meine Leser werden den Weg auch auf die Blogs finden, auf den Social Media Kanälen hatte ich ohnehin nur die Links zu den einzelnen Beiträgen geteilt. Vielleicht steigert sich dadurch auch die Kommentarrate auf den beiden Blogs, – da sich Diskussionen nun zwangsweise dorthin verlagern müssen.

Ich freue mich natürlich über jeden Einzelnen, mit dem ich weiterhin in Kontakt bleibe. Sei es per Mail, telefonisch oder auf den Webseiten. Über Neuigkeiten kannst Du Dich selbstverständlich weiterhin via RSS-Feed informieren. Zudem habe ich die Möglichkeit eines Email-Abos geschaffen.

Sieh es mir nach, dass ich eine derart konsequente Entscheidung traf. Alle die mich kennen wissen, dass ich mir solche Entscheidung sehr gut überlege. Und sie wissen, dass ich hinter einer gefällten Entscheidung stehe. So auch in diesem Fall.

Die Twitter-Accounts sind deaktiviert und die Löschung läuft. Das Profil bei Google+ ist gelöscht. Die Facebook-Seiten sind ebenfalls deaktiviert. Auch hier läuft die Löschung. Fehlte nur noch ein Account. Mein privates Facebook-Konto.

Ich setzte einen letzten Post ab und gab mir 48 Stunden. Die Zeit lief, ich hörte die Uhr ticken. Maximal 48 Stunden! Rückblickend war es anfangs schön, zunehmend stressig und nervenaufreibend auf all diesen Plattformen. Nicht mit Euch, liebe Freunde, aber der Rest drumherum. Jetzt heißt es: Weg, aus, Ende, vorbei!

Wir lesen uns.
Auf meinen Blogs!

Aus. Ende. Vorbei.

Das Ende der Willkommenskultur?!

09. November 1989. Die Schlagbäume an der innerdeutschen Grenze gehen nach oben. Die Mauer ist gefallen, die DDR ist Geschichte. Tausende von Menschen strömen über den ehemaligen Todesstreifen in Richtung Westen. Sie haben es geschafft. Überglücklich, die Strapazen einer jahrzehntelangen Knechtschaft abgestreift zu haben und ein festen Ziel vor Augen, streben sie unaufhaltsam in eine ersehnte, bessere Zukunft. Getragen von der Hoffnung verlassen sie ihr Land, welches ihnen Heimat und im Herzen dennoch so fern war.

Nach 300 Metern wird ihr Glück und all ihre Hoffnung zuschlagen. Steine fliegen, Flaschen werden geworfen, Häuser brennen und ein aufgeheizter Mob von tausenden Menschen stellt sich ihnen in den Weg und schreit Hetzparolen. Kampfgesänge wie „Ossis raus!“ und „Wir zuerst!“ hallen in ihren Ohren. Der Fall der Mauer war umsonst. Sie sind nicht willkommen und werden auf Grund ihrer Herkunft verurteilt. Niemand will sie haben. Keiner will ihnen eine Chance geben.

So hätte die Vergangenheit auch aussehen können!

Zeitsprung. 2015. Wir befinden uns in einem vereinten Deutschland. Die Brandherde verteilen sich auf der ganzen Welt, leider auch wieder in Deutschland. Auch im Internet, – längst ein Propaganda-Medium, wie es Hörfunk, Fernsehen und Zeitungen einst waren. Hassparolen werden binnen Sekunden verteilt und treffen – wieder einmal – auf offene Ohren.

„Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“ (Mahatma Gandhi)

Es ist traurig, aber wahr. Wir haben nichts gelernt. Die Zeiten des 2. Weltkrieges haben millionenfach die Augen von Kindern, Müttern und Vätern mit Tränen gefüllt. Die Zeiten der DDR haben in vielerlei Hinsicht ebenfalls Leid über tausende von Familien gebracht und heute, wo wir als „ein Volk“ gegenüber der Welt auftreten könnten, schauen wir zu, wie ein paar von uns das Rad der Geschichte zurückdrehen. Unaufhörlich und jeden Tag ein bisschen weiter.

Ein Blick zu Facebook und vielen anderen „Sozialen Medien“ genügt und macht mich ebenfalls zu einem Wutbürger. Nicht zu einem, der auf die Straße geht und andere Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Glaubens verachtet. Nicht zu einem, der offen zu Gewalt gegen Andere aufruft. Ich bin ein Wutbürger, der sich mit dieser Art von Ansichten und Meinungsäußerung nicht abfinden kann und will.

Am Anfang machte es mich traurig, dass wir aus unserer Vergangenheit so wenig lernen. Mittlerweile ekelt es mich an. Die Ausmaße, die bestimmte Stimmungen in unserem Land annehmen, sind längst unerträglich!

Meine Generation hatte mit dem 2. Weltkrieg nichts zu tun. Wir haben keine Kriegsverbrechen begangen und sind nicht für das verantwortlich, was damals geschah. Dennoch kann sich keiner vor unserer Geschichte verstecken. Ich will keine Diskussion darüber beginnen, ob wir in der heutigen Zeit noch für begangene Kriegsverbrechen und Gräueltaten unserer Urgroßväter zahlen sollten oder müssen. Aber eines müssen wir mit Sicherheit, – aus der Geschichte lernen!

Ok, bleiben wir realistisch. Wir, und damit meine ich Deutschland, werden kaum Millionen von Menschen aufnehmen und einbürgern können. Das ist ein globales Problem. Es ist global verursacht und die Auswirkungen bekommen wir global zu spüren. Eine Lösung kann nicht durch ein paar wenige Länder herbeigeführt und umgesetzt werden. Meiner Meinung nach wird es das schlussendlich auch nicht.

Jobangst? Warum? Wie soll ein Mensch, der kaum ein Wort Deutsch versteht, mir meinen Job wegnehmen?

Angst vor steigender Kriminalität? Warum? Schaut man sich die Kriminalstatistiken der letzten Jahre an, stellt man vor allen Dingen einen Anstieg der rechtsextremen Gewalttaten fest. Wie soll ein Flüchtling in Deutschland eine rechtsextremistische Gewalttat verüben?

Mit Sicherheit gibt es ausreichend Gründe, die eine Diskussion über die Lösungsmöglichkeiten und damit einhergehenden Gefahren rechtfertigt, aber rechtfertigt das einen solchen Hass auf die ankommenden Menschen? Ein klares NEIN! NEIN, NEIN, NEIN! Wir dürfen nicht akzeptieren, dass in unserer Gesellschaft offen zu Gewalt und Fremdenhass aufgerufen wird!

Wir dürfen Bedenken äußern. Wir dürfen einen Standpunkt haben, der von denen anderer abweicht. Und wir dürfen diesen Standpunkt auch offen vertreten. Das alles gesteht uns unserer demokratisches Gesellschafts- und Rechtssystem zu.

Aber bei Aussagen und Aufrufen, wie sie derzeit in den Straßen einiger Städte und Gemeinden widerhallen, die durch das Internet verbreitet und durch einige Foren und Seitenbetreiber getragen werden, überschreiten die Grenzen der Demokratie deutlich.

Wir alle sollten wach werden. Dieses Mal am besten, bevor es zu spät ist!

Das Ende der Willkommenskultur?!

Der Brexit und die EM

Die Briten haben über den Brexit abgestimmt. Wer erwartete, dass ein Land seine Souveränität erhält, indem es aus der EU austritt. Ich denke, dass sich ein Großteil der Brexit-Befürworter über die Folgen dieser Entscheidung noch nicht klar ist. Gerade in der derzeitigen, politisch angespannten Zeit, ist ein Querfeuer hinter den eigenen Frontlinien nicht zu gebrauchen. Scheinbar sehen das die sechs Gründerländer genauso und erhöhen den Druck auf Großbritannien. In einer ersten Erklärung lautet das neue Ziel, in Reaktion auf den Brexit die EU-Politik stärker zu fokussieren.

In Anbetracht der laufenden EM stimme ich dem schnellen Vorgehen der EU zu. Im Idealfall lautet das EM-Finale „Deutschland vs. England“ und die Maßnahmen des Art. 50 des EU-Vertrages sind umgesetzt. Damit erschiene England nicht mehr auf dem Rasen des „Stade de France“ in Saint-Denis. Deutschland wäre Gewinner.

Ob das auf dem politischen Parkett ebenfalls zutrifft, bleibt abzuwarten.

Der Brexit und die EM

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Das Donald Trump kein Fan vernünftiger Worte ist, zeigte er in jüngster Vergangenheit mehr als deutlich. Die letzten Umfragewerte zeigen eher das Kellerlicht als die Sonne über dem Olymp der amerikanischen Präsidentschaft Damit geht auch der Rückhalt in den eigenen Reihen deutlich zurück.

Glauben wir dem Bericht des Spiegels , stehen die Afroamerikaner und Latinos als Anti-Trump-Wähler fest. Ich denke, die Homosexuellen zählen neuerdings ebenso dazu, der Wahlkampfausschlachtung eines Amoklaufes sei Dank. Wen wundert es da, das sich unter den Parteibrüdern langsam Panik breit macht?

„Es ist jedoch für einen Unzufriedenen schwer, einem anderen, und namentlich dem, der ihm am nächsten steht, keine Schuld an seiner Unzufriedenheit zuzuschreiben.“ [Leo N. Tolstoi]

Namentlich war in diesem Fall Corey Lewandowski, der Wahlkampfchef Donald Trumps. Das Menschen mit dem Selbstwertgefühl eines Felsens in der Brandung grundsätzlich unverschuldet in missliche Lagen geraten, ist uns allen klar. Besonders in der Politik. Ein Schuldiger ist schnell gefunden und nachträglich betrachtet, zum Zweck der Schuld dort installiert.

Spannend bleibt die Nachfolge. Wer ist der nächste Held, der sich mutig und mit stolz geschwellter Brust in die Flammen des Wahlkampfes wirft? Wer ist Manns genug, sich für das unverbesserliche Verhalten eines New Yorker Milliardärs köpfen zu lassen? Das amerikanische Politstuhlrücken geht weiter. Vor allen Dingen bleibt spannend, ob sich das amerikanische Volk von der angestrebten Verhaltensänderung blenden lässt.

Eines steht fest, Corey Lewandowski sehen wir auf jeden Fall wieder.

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

AfD-Vize Gauland und die Rettung der Welt

Du hast einen Wunsch frei, um die Welt zu retten. Was würdest Du Dir wünschen? Genau das habe ich mich heute gefragt. Ich überlegte kurz, meine Antwort war schnell klar. Sie lautete: „Ich wünsche mir, Deutschland wird Europameister und Herrn Jérôme Agyenim Boateng schießt jedes Tor.“

Aus fußballerischer Sicht eventuell ein undenkbarer Wahnsinn. Aber darum ging es nicht. Ich will die Welt retten! Auch wenn der Titelgewinn für ein paar Menschen in unserem Land an erster Stelle stünde, die Botschaft wäre klar. Fest und unumkehrbar gesetzt.

Die Schlagzeile der Zeitungen wäre ein Lauffeuer. Die Aussagen mancher Politiker wären ins „rechte“ Licht gerückt und durch eine Torflut von Herrn Boateng beantwortet. Welchen Spaß hätten unsere Landesnachbarn an ihren Verliererplätzen. In Zeiten eines aufkeimenden, ideologischen 4. Reiches käme eine solch triumphale Quittung von Herrn Boateng gut gelegen.

Die Welt verbessern, – eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Zumindest für Politiker. Der Sport schafft, was Millionen von Dollar und Euros, tausende von Reden und hunderte von Sanktionen bislang nicht vollbracht haben. Wir leben in Zeiten, in denen ein türkischer Staatspräsident offen gegen demokratisch gewählte Abgeordnete anderer Länder propagiert. In denen die AfD mit rechten Parolen einen Wahlkampf gewinnt, Russland ungehindert seine Landesfläche vergrößert und religiöse Fanatiker einen blutenden Gottesstaat aufbauen.

Und was machen unsere Sportler? Sie setzen Zeichen. Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften sind Symbole für Gemeinsamkeit und ein gerechtes Werteverständnis. Würden die politischen Verhältnisse auf die Spielfelder projiziert, spielten sie mit Bomben und Gewehren anstatt Bällen.

Vielleicht muss jedes Land seinen Bundestrainer ins Abgeordnetenhaus wählen und ihn als Außenminister einsetzen. Damit sprächen alle Politsysteme der Welt vom Gleichen, wenn sie über Menschenrechte debattierten. Kriege entschieden sich auf Spielfeldern und auf Regelverstöße folgten Platzverweisen. Herr Gauland wäre mit einer roten Karte vom Platz gestellt. Doch soweit sind wir (noch) nicht.

Zurück zu meinem Wunsch: Herr Boateng genießt meine volle Unterstützung und Loyalität als Fan der deutschen Nationalmannschaft. Wahrscheinlich schafft er es nicht, meinen Wunsch in die Tat umzusetzen. Aber, hin oder her, das Gesicht von Herrn Gauland wäre mir Eintritt wert. Im besten Fall geht dieses Geld in Hilfsfonds zum Wiederaufbau niedergebrannter Flüchtlingsunterkünfte.

AfD-Vize Gauland und die Rettung der Welt

Das Beste ist, ich wache nicht mehr auf!

Was muss geschehen, dass ein Mensch Derartiges sagt? Ein Mann, der mit beiden Beinen fest im Leben stand. Ein Mann, dem jeder Schicksalsschlag nichts anhaben konnte. Er war ein Vorkriegskind, hat das 3. Reich überlebt und die Erlebnisse seiner Kriegsgefangenschaft überwunden. Egal was das Leben für ihn bereithielt, nach jedem harten Sturz ist er aufgestanden. Jetzt kapituliert er. Zutiefst überzeugt. Er treibt mit seinen Gedanken von Tag zu Tag. In guten Momenten weiß er, dass er es schaffen wird. Schaffen muss. Schaffen will. Im nächsten Moment kauert er niedergeschlagen in seinem Sessel. In diesen Momenten hofft er, dass das Leben ihn endlich erlöst.

Er ist alt geworden. Insgesamt fünf Jahre, – sie wirken wie zehn. Sein Lachen ist verschwunden, sein Gesicht wirkt grau und eingefallen. Seine Umgebung dringt schwach zu ihm durch. Es tut weh ihn zu sehen. Ich kämpfe mit dieser Situation, – die ganze Familie tut sich schwer. Wie wir ihn jetzt tagtäglich sehen, kennen wir ihn nicht. Lebensmut? Schwer zu finden.

Begonnen hat es mit normaler Altersschwäche, gefolgt von einer Herzoperation, die geradeso glimpflich ausging. Ein durch Reanimation ausgelöster „Neustart“ des Körpers brachte den Stein ins Rollen. Innerhalb von zwei Jahren stellte sich eine verbleibende Sehkraft von 30 % auf dem einen und 0 % auf dem anderen Auge ein. Zum Verlust seiner Sehrkaft wurde er zunehmend schwerhörig. Doch damit war lange nicht genug. Hinzu kamen Rheuma, eine schwerverletzte Hand und beginnende Demenz. In den letzten fünf Wochen unterzog er sich sechs Operationen und verlor letztendlich seinen Lebenswillen.

Was erzählen wir einem Menschen, der nicht mehr zuhört?

Wenn wir zu ihm durchdringen, versuchen wir ihm neuen Mut zuzusprechen. Neue Ziele zu geben. Ihm die Ängste zu nehmen. Zehn Minuten später befindet er sich erneut im Dämmerzustand. Der Kreis schließt sich und wir alle sind gefangen in diesem stetigen Auf und Ab.

Wir hofften auf den Tag, an dem die Ärzte ihn aus dem Krankenhaus entlassen. Wir bauten auf die Rückkehr in seine gewohnte Umgebung und in den Kreis seiner Familie. Wir hofften ihm zu ermöglichen, erneut aktiv am Leben teilzunehmen. Zerschlagen. Es wird nicht besser. Eher schlechter. Er denkt, dass er jedem zur Last fällt. Ein neuer Aspekt, der ihn noch tiefer in den Sumpf hinabzieht. „Was hab ich getan, dass ich das Alles ertragen muss? Ich habe mein ganzes Leben versucht, meiner Familie ein ordentliches Leben zu bieten. Das Beste ist, ich nehme was und wache nicht mehr auf.“ Das sind die Fragen und Aussagen, die er in einer Art Endlosschleife vor sich sieht. Weder er, noch wir, kommen gegen dieses „schwarze Loch“ nicht an.

Phlegmatisch, antriebslos und grübelnd sitzt er da, wo er hinsetzt wird. Immer öfter sind wir gezwungen, ihm jeden Handgriff zu sagen. Wie einem kleinen Kind. „Trink was“ – „Geh ein Stück“ – „Komm, wir setzen uns auf den Balkon in die Sonne“ – „Iss bitte die halbe Scheibe Brot auf“. Unterm Strich haben wir aber mehrere Felder zu beackern:

Einen alten Mann, der anhängig ist und sich mit Krankheiten konfrontiert sieht. Eine alte Frau, die tagtäglich mit den zunehmenden Altersbeschwerden zu kämpfen hat. Eine Tochter, die ihren Vater als starken Mann kennt. Die ihre eigenen Probleme mit dieser Situation hat, wissend, dass ihre Mutter an ihrer Belastungsgrenze steht. Ein Schwiegersohn, der nach bestem Wissen und Gewissen allen Problemen begegnet und hofft, dass er sie lösen kann. Und mich, einen Enkel, der gern mehr täte, als durch die große räumliche Distanz machbar ist.

Durch Gespräche, professionelle Hilfe und den Einsatz von Pflegekräften versuchen wir ihm, dem Ehemann, Vater und Opa, die Last zu nehmen. Ein Versuch, ihm Hilfe, Stütze und fixer Punkt im Leben zu sein. Ob es am Ende zum Erfolg führen wird, wissen wir nicht. Fest steht, niemand will ihn weiter leiden sehen.

Und wir haben Angst vor dem Endgültigen, dem Punkt ohne Rückweg. Alle!

Das Beste ist, ich wache nicht mehr auf!

Liebe Bollerwagenfahrer! – Ein Aufruf

Braucht Mann für einen Bollerwagen einen Führerschein? Ich glaube nicht. Das ist der Grund, dass meine Artgenossen an Christi Himmelfahrt ihre Sauftouren mit diesem Gefährt absolvieren. Nun liegt es mir fern den Moralapostel zu spielen, dennoch sehe ich kopfschüttelnd das Treiben mancher Männer.

Ich absolviere derartige Sauftouren zum „Männertag“ nicht. Meine frühesten Kindheitserinnerungen zu diesem Tag beginnen damit, dass wir ihn als gemeinsame Familienzeit nutzten. Mein Vater war an diesem Tag zu Hause und es stand ein Ausflug auf dem Programm.

Diese Wahrnehmung hat sich auf mich ausgewirkt, ich begehe diesen Tag genauso. Als Single nutzte ich die Möglichkeit für ein langes Wochenende und einen Besuch bei meinen Eltern. Jetzt nutze ich die freie Zeit mit meiner Familie. Du solltest das übrigens ebenfalls tun, die Vorteile liegen offen auf der Hand:

  • Du sparst Dir das Geld für einen Bollerwagen. Solltest Du im Tierpark einen benötigen, damit Du den Rucksack nicht tragen musst, kannst Du den in den meisten Parks ausleihen.
  • Dein Bier kannst Du heute Abend auf der Terrasse trinken. Deine Frau zeigt mit Sicherheit Verständnis, – es muss letzten Endes nicht die maximale Füllmenge sein. Weniger ist mehr.
  • Du bist ein besseres Vorbild für Deine Kinder. Stell Dir Deine Reaktion vor, wenn Dein Kind dreckig und vollgekotzt nach Hause torkelt und die Hürde „Eingangstür“ erst mit dem 3. Versuch erfolgreich bewältigt. Merkst Du gerade selber, ne?
  • Du bleibst gesund. Nein, ich meine nicht die, mit steigendem Alkoholkonsum einhergende Sterbewelle unter Deinen Gehirnzellen. Ich meine nicht die Möglichkeit einer beginnenden Leberzirrhose. Ich rede von einer richtig saftigen Erkältung, die gibt es gratis, wenn Du Deinen Rausch im nächstgelegenen Straßengraben ausschläfst.

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Das Kinder verstört nach Hause kommen und rätseln, ob das fragwürdiges Verhaltenen besoffener Männer zum guten Weltbild gehört, ist übrigens eher blöd. Solltest Du zu den Reisenden mit einem Bollerwagen gehören, gebe ich Dir noch ein paar gute Tipps mit auf den Weg:

  • Hast Du Dir genug Mut angetrunken Frauen anzusprechen, bist Du in einem eher unsympathischen und unattraktiven Status angelangt. Die erotische Seite an Dir sehen ausschließlich Du und Deine besoffenen Freunde. Lass es!
  • Bleib weg von irgendwelchen Autos, Motorrädern, Rollern und Fahrrädern. Du solltest in Deinem anvisierten Zustand definitiv nicht mehr fahren. Wenn Du es tust und die Familie eines anderen mit einem Verlust belegst, rechne damit, dass der andere Mann evtl. Waffenbesitzer und echt wütend ist. Der Entzug Deines Führerscheines ist jetzt noch Dein geringstes Problem.
  • Solltest Du in Deinem Vollrausch Dein Portemonaise verlieren wollen, tu es! Vor meiner Haustür ist Platz, ebenso im Sparschwein meines Sohnes.

Ernsthaft, Du bist ein erwachsener Mann. Ich will Dich nicht bevormunden und Du bist mit Sicherheit gut in der Lage, selber zu entscheiden. Den Disput mit Deiner Frau musst Du ebenso führen wie die Erklärungen gegenüber Deiner Kinder.

Ich will Dir zeigen, dass es andere Möglichkeiten gibt, diesen Tag zu begehen. Und wenn, während Du das hier liest, Deine Freunde unterwegs sind, schafft das Freiräume. Die lassen sich übrigens gut mit Familienausflügen auffüllen.

In diesen Sinne, einen schönen „Männertag“.

Liebe Bollerwagenfahrer! – Ein Aufruf

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Es ist ruhig auf meinen Blog. Im Allgemeinen sagen derzeit viel zu viele Leute, die lieber ruhig wären, viel zu viel.

Ich sehe mich nicht als Politblogger und meinen Blog als unabhängige Plattform. Ich will mit meinem Blog zum Nachdenken anregen, einen Einblick in meine Gedanken und – zumindest ein Stück weit – in meine Psyche geben. Ja, ich kann mir die ein oder andere Äußerung nicht verkneifen. Doch was ich auf jeden Fall nicht will, ist zur politischen Meinungsbildung meiner Leser beitragen.

Die Zeiten sind lebhaft geworden in Deutschland, Europa, der Welt. Scheinbar spielen wir Krieg, parteilos und jeder gegen jeden. Es fällt mir schwer, mich nicht an den lebhaften Diskussionen über Recht und Unrecht, über Religion und Fanatismus zu beteiligen. Zur Zeit ist Hass großflächig gesellschaftsfähig. Das lähmt meine Kreativität. Schwerfällig dümpelt sie in einer dunklen Ecke meines Hirns vor sich hin.

Vor einigen Monaten löschte ich meinen Blog „Living Memory“ und startete mit „A Few Words“ neu. Der alte Blog stresste mich. Jede Woche zwei Beiträge? So viel hatte und konnte ich nicht mehr erzählen. Das Ende des Blogs.

„A Few Words“. Kein festes Thema. Eine grobe Richtung. Es gibt keinen Redaktionsplan und damit keinen Stress. Ich schreibe hier über was ich will und wenn ich Bock habe. Umso leichter tue ich mich die Klappe zu halten. Ok, Du hast Recht damit, dass wichtige Themen unkommentiert bleiben. Themen, die die Bloggerwelt aktuelle vorantreiben. Diese Sicht deckt sich zu 100 % mit meiner. Doch mein Blog soll anders sein!

Ich halte mich für politisch interessiert und gebildet. Ich habe eine eigene Meinung und kein Problem damit, öffentlich für sie einzustehen. Angst vor negativen Kommentaren? Darüber lächle ich müde. Konstruktive Diskussionen gehe ich gern ein, Meinungen am Rande der Legalität und des guten Geschmacks brauche ich nicht.

Und hier liegt der Grund für die längeren, beitragsfreien Zeiten. Ich nehme diese Diskussionen gern an, aber nicht hier. Nicht auf diesem Blog. Wie jeder andere Blogger, startete ich dieses Projekt mit einem Bild im Kopf. Eine Art Richtung oder Ziel. Doch das, was ich derzeit zu sagen habe, treibt dieses Projekt in eine andere Richtung. Dort werde ich mich mit „A Few Words“ nicht platzieren und schweige zu manchen Dingen.

Doch ein Fässchen kann überlaufen. Manchmal sitze ich müde lächelnd oder ungläubig auf das menschliche und gesellschaftliche Versagen blickend da. Dann kann ich mir einen kritischen oder sarkastischen Blogpost hier nicht verkneifen. Will ich auch nicht!

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Abgesprochene Nichtabsprache

Ich stelle fest, die „abgesprochene Nichtabsprache“ in deutschen Politkreisen funktioniert. Oder anders gesagt:

Wem ist noch aufgefallen, dass der Fall Böhmermann, die Flüchtlingskrise, die Rettung Griechenlands, der drohende EU-Ausstieg der Briten und die AfD keine Rolle mehr spielen, nachdem ein Finanzminister „unabgestimmt“ das Renteneintrittsalter auf 70 hochsetzen möchte?

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Abgesprochene Nichtabsprache

Böses BKA

Das vielseitig bejubelte teilweise Kippen des BKA-Gesetzes durch das Bundesverfassungsgericht ist die gelebte Form von Gewaltenteilung, die Merkel im Fall Böhmermann als Kniefall vor dem türkischen Präsidenten ausgelegt wurde.

Fraglich bleibt allerdings, ob die, gegen die Regierungsentscheidung wetternden „Je suis Böhmermann“-Anhänger, zu diesem Blickwinkel fähig sind.

Böses BKA

Der Fall Böhmermann

Nur mal so nebenbei und auch nur meine persönliche Meinung:

Ob der Fall Böhmermann strafwürdig ist, wird sich zeigen. Zunächst ist eine rechtliche Verfolgung / Prüfung gemäß StGB möglich. Die Entscheidung von Fr. Merkel entspricht im Grunde der in Deutschland geltenden Gewaltenteilung.

In vielen anderen Fällen haben Politiker versucht, auf Strafverfolgungsbehörden Einfluss zu nehmen. Der mediale und politische Aufschrei war jedes Mal mindestens genauso groß, nur handelt es sich dabei um den jetzt so selbstverständlich geforderten Verstoß gegen die Verteilung der Staatsgewalt auf mehrere Staatsorgane zum Zweck der Macht­begrenzung.

Der Fall Böhmermann

Zurück! In die Steinzeit?

Facebook, Twitter, Instagram und Google+ sind mittlerweile fester Bestandteil meines Alltags. Im Privaten und Beruflichen gehören soziale Medien und vernetzende Plattformen dazu. Und doch stellen hochbezahlte Menschen nahezu wöchentlich fest, dass Deutschland im Punkt Digitalisierung um Jahre zurückliegt und zunehmend den Anschluss verliert. Was keiner von ihnen merkt: Urteile, wie es zuletzt das LG Düsseldorf fällte, tragen in nicht unerheblichen Maße dazu bei!

Auch mich interessiert, wer was über mich weiß. Ich stelle mich nicht gegen den Datenschutz. Ich weiß es zu schätzen, Rechte zu haben und diese im Fall des Falles zu nutzen. Kritisch ist, dass Deutschland das Internet zunehmend abschaltet. Die moderne Gesellschaft lebt in einer vernetzten Welt. Ein großer Vorteil der heutigen Zeit ist, dass wir jederzeit und überall Zugriff auf jedwede Information haben. Es gibt eine vorherrschende und weiter stark zunehmende Akzeptanz von Vernetzung und Digitalisierung in breiten Schichten der Gesellschaft.

Deutschland wird langsam zum zweiten China. Während die Chinesen das Internet in Teilen abschalten, schränken wir dessen Funktionalität rechtlich ein. Immer weiter. Und weiter. Und weiter. Parallel jammert der Wirtschaftsstandort Deutschland laut über den fehlenden Anschluss an die digitalen Gesellschaften der globalen Wirtschaftsmächte. Doch anstatt geltende und veraltete Gesetze an die neue Gesellschaftsform anzupassen, sprechen Gerichte weiterhin urzeitliche Urteile.

Ich habe einen Vorschlag erarbeitet, der die Gerichte von irrwitzigen Entscheidungen entbindet. Wir stellen per Gesetz die Inquisition auf rechtssichere Säulen. Im Anschluss verfolgen wir die Webmaster mit Keulen, Knüppeln und Steinschleudern. Am Ende stellen wir Sie – ohne Gerichtsverfahren – an den nächstbesten Pranger oder ertränken sie im nahegelegenen Fluss.

Nein, – im Ernst. Urteile entstehen auf Grundlage eines Gesetzes, das aus einer Zeit stammt, in der Mikrochips groß wie Eisenbahnwagons waren. Wir müssen damit umgehen. Jeden Tag. Für uns beide liegt die Wahl zwischen Nutzung und Nichtnutzung des Internets. Doch wir wissen, die Verweigerung des Wold Wide Web bedeutet einen Stillstand und nicht zuletzt die Blockade zukünftiger Generationen.

Ich habe mir Gedanken gemacht und für mich und meine/n Blog/s entschieden. Nachdem ich

  1. zu wenig Geld besitze, um einen verarmten Rechtsanwalt durchzufüttern und
  2. über wenig Freizeit verfüge, dass ich diese ungern in Gerichtsgebäuden verbringe,

habe ich die Social-Sharing-Funktionen entfernt. Aufgrund diverser Urteile und der damit einhergehenden Unsicherheit, habe ich mich freiwillig in die Steinzeit zurückversetzt. Dort werde ich sitzen bleiben und solange mit Steinchen auf Stöckchen schlagen, bis ein Anwalt einen Anwalt bzgl. seiner Kanzleiwebseite verklagt und damit dermaßen gegen die Wand rennt, dass den Rechtsvertretern in Deutschland durch den Aufprall die Augenlider hochklappen.

„Feel free to act like a prehistoric man!“

Ich bin nicht glücklich mit dieser Entscheidung. Es ist zwar möglich Share-Buttons datenschutzkonform einzubinden, das ständige Recherchieren, An- und Aufpassen geht mir aber, vorsichtig ausgedrückt, tierisch auf den Sack. Das zunehmende Risiko ist mir zu hoch. Das ersparte Geld gebe ich lieber für einen Familienurlaub als für Unterlassungserklärungen, Anwalts- oder Gerichtskosten aus.

Natürlich lade ich Dich, lieber Leser, Freund und Digitalnomade, weiterhin ein, meine Blogbeiträge zu teilen. Nur nicht mehr per Klick, sondern durch kopieren und einfügen des Links. Und während Du Dich mit den „String-C’s“ und „String-V’s“ herumschlägst, gehe ich in den Keller und suche mein altes DOS-Handbuch. Ich befürchte, in nicht ferner Zukunft, werde ich das brauchen!

Zurück! In die Steinzeit?